Das Auslegungsziel war, zunächst ein Hauptprofil zu finden, welches im unteren Auftriebsbereich besonders wenig Widerstand entwickelt. Aber es musste auch hohe Auftriebsreserven haben, um Fliegen mit hoher Flächenbelastung, enge Wenden und hohe Starts zu ermöglichen.
Beim ersten Freestyler wurde hier recht einseitig zugunsten hoher Re-Zahlen ausgelegt. Im Wettbewerb hat man erfahrungsgemäß aber nur selten optimale Bedingungen. Unterhalb einer bestimmten Geschwindigkeit wurde es schwierig den ersten Freestyler am Laufen zu halten und es zeigte sich, dass ein Turbulator vorteilhaft sein konnte. Die Auslegung eines Turbulators für einen größeren Geschwindigkeitsbereich ist aber recht schwierig. Daher wurde für den Freestyler 3 das Ziel verfolgt, ohne einen solchen auszukommen.
Außerdem wurden die Außenprofile an die veränderten Strömungsverhältnisse angepasst, woraus sich auch ein deutlicher Gewinn im niedrigeren Geschwindigkeitsbereich ergibt. Dies war das wesentliche Ziel, denn im +50 s-Bereich konnten andere Modelle leistungsmäßig noch an den ersten Freestyler herankommen. Die Schwierigkeit bestand darin, diese Modifikationen so zu treffen, dass der obere Geschwindigkeitsbereich nicht negativ beeinflusst wird.
Während beim ersten Freestyler gewisse bauliche Kompromisse eingegangen werden mussten, wurden beim Freestyler 3 die Möglichkeiten der CNC-Fertigung genutzt. Zugunsten des induzierten Widerstandes und der Massenverteilung wurde eine leicht überelliptische Geometrie gewählt. Dabei wurde besonderer Wert auf ein gutmütiges Überziehverhalten gelegt, so dass auch der weniger geübte Pilot in schwierigen Situationen nicht überfordert ist.
Ein relativ langer Leitwerksträger sichert einen guten Geradeauslauf. Insbesondere bei ruppigen Bedingungen am Hang hat der Freestyler 3 unbestreitbare Vorteile. Die Stabilitätsmaße um alle Achsen wurden nicht zu klein gewählt, um die aerodynamischen Vorteile nicht durch unnötige Steuerkorrekturen wieder aufzubrauchen. Wie erhofft zeigt der Freestyler 3 auch in der Praxis sehr angenehme Reaktionen und ein harmloses Flugverhalten.
Die Verwendung von High-Tech-Materialien für alle Teile sichert sehr gute
Steifigkeits-Gewichts-Verhältnisse. Der zweiteilige Flügel wird mit
einer Carbon-Außenlage, Herex-Stützstoff und einer Glas/Carbon-Innenlage
gebaut. Der Ballast wird in Flügel und Verbinder untergebracht.
Der Rumpf ist sehr robust, in den Extremitäten aber leicht gehalten. Er
wird naß-in-naß aus Kohle- und Glasgewebe laminiert. Das Rumpfende
wird aerodynamisch günstig durch eine Kappe abgeschlossen, die auch die
Ruderklappen vor Beschädigungen schützt.
Beim Leitwerk wird besonders auf das Gewicht geachtet, da dies für einen leichten Flieger und gute Wendeperformance essentiell wichtig ist. Strenge Massenlimits für die einzelnen Teile helfen das aerodynamische Potential auch in die Praxis umzusetzen.
Wer hauptsächlich Dynamic Soaring betreiben möchte, findet in der speziell verstärkten Double-Carbon-Version einen Flieger mit extrem breitem Einsatzbereich.

| Maximale Einzelmassen Freestyler | ||||
|---|---|---|---|---|
|
F3B/F
|
Double-Carbon
|
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| Tragfläche | CFK-Gelege, Herex |
1130 g
|
1200 g
|
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| Rumpf | CFK-Gelege/GFK |
225 g
|
225 g
|
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| Abziehhaube | GFK |
38 g
|
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| V-Leitwerk | GFK, CFK, Herex |
58 g
|
69 g
|
|
| Verbinder Fläche | CFK |
110 g
|
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